FCI - Gruppe 2: Pintscher und Schnauzer - Molosser und Schweizer Sennenhunde
Molosser
Cane Corso Italiano
Geheimnisvoll umranken geschichtliche Legenden den Cane Corso Italiano. Diese Rasse wird in verbindung mit der Geschichte, dem Aufstieg und Untergang des römischen Reiches, über das Mittelalter bis in die Moderne gebracht.
Der Ursprung des Namens:
"Kortos" = Hof; "Corso" = kräftig und stark, stolz und robust; "Korsar" = Seeräuber ( Hunde wurden auch auf den Schiffen gehalten ); "cohors" = Bewacher und eine Einheit der römischen Legion.
Der Cane Corso ist wahrlich ein starker und kraftvoler Hund, der deswegen nicht nur als römischer Kriegshund, sondern auch in Tierkämpfen und für die Jagd auf schwieriges Wild wie etwas Wildschweine verwendet wurde. Im Laufe der zeit und mit dem Aufkommen der Feuerwaffe verlor er aber diese Funktion und fand dann seine Aufgabe vornehmlich als Wächter von Haus und Hof in Süd - und Mittelitalien.
So alt die Rasse, so jung ihr Platz im FCI. Erst 1996 wird der Cane Corso Italiano mit der offieziellen deutschen Übersetzung Italienischer Corso Hund zunächst provisorisch als 14. italiensiche Hunderasse anerkannt. Am 24 mair 2007 erhielt sie die endgültige Anerkennung.
Der Cane Corso ist ein gelehriger, arbeitsfreudiger Hund, der aber eine Augabe braucht. Erst bei einem ausgelasteten Cane Corso kommt sein grundsätzlich eher ruhiges und ausgeglichenes Wesen zum Vorschein.>> Er ist ein selbständiger und intelligenter Hund mit einem starken Charakter und somit kein Hund für Anfänger!<<.
Er wirs als psychisch ausgeglichen und bei Konsequenz relativ leicht erziehbar charakterisiert. Sie sind ihrer Familie sehr ergeben, Fremden gegenüber zwar zurückhaltend, jedoch ohne aggressiv zu sein. Besonders wichtig ist eine frühzeitige und intensive Sozialisierung. Zu beachten ist seine unbestechliche Wachsamkeit von Haus und Garten.
Wie bei jeder Rasse kommt es hier wieder auf den Besitzer an, welcher den Hund mitformt und mit den natürlichen Eigenschaften umgehen kann.
Leider entwickelte sich die Cane Corso Zucht in den letzten 10 Jahren nicht zum Vorteil. Vom anfänglich agilem molossoiden Hund ist er ein eher schwerer, grobknochiger, massiger Molosser geworden.
Auch wenn der Cane Corso als Fährtenhund heute immer noch unschlagbar ist, so hat seine derzeitige Körpermasse die leitungsfähigkeit doch eingeschränkt. Die Lebenserwartung wird bei guter Haltung mit 10 Jahren angegeben.
Der Cane Corso braucht eigentlich nur einen Menschen, der ein souveräner, konsequenter Partner ist, dem man vertrauen kann, mit ihm die Schwierigkeiten des Lebens gemeinsam zu meistern. Auf keinen Fall braucht ein cane Corso einen unzuverlässigen Menschen, der ihm mit Härte begegnet - dem vertraut er bestimmt nicht.
>> Ein Kamerad fürs Leben kein Bei - Fuss - Geher <<
(Quelle Wuff)
Der Rottweiler
" Das Zusammenleben mit einem Rottweiler sollte zwei ganz wichtige Fundamente haben: Vertrauen und Kommunikation! Eine große Vertrauensbasis zwischen Hund und Mensch kann sich nur entwickeln, wenn beide Seiten, sowohl Mensch als auch der Rottweiler, bereit sind, die Eigenarten und Verhaltensweisen des anderen anzuerkennen und gemeinsam miteinander und voneinander lernen. Eine echte Bindung wird nicht entstehen, wenn der Mensch eine aug Zwang basierende Beziehung zu seinem Rottweiler aufbaut, ihn ohne verstand unterwirft oder seinen Willen bricht. Aber auch ein Zusammenleben ohne klare Anleitung des Mneschen wird ein Leben in Orientieringslosigkeit und Unsicherheit für den Hund sein. Ziel muss es daher sein, eine Basis aus gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Sicherheit zu schaffen, dann bereichert der Rottweiler unser Leben als ausgeglichener, selbstbewusster und anhänglicher Freund fürs Leben, der auch in brenzligen Situationen die Ruhe bewahrt," berichtet Henrik Bagdassarian, ADRK Öffentlichkeitsarbeit.
Der Rottweiler ist eine der klassischen deutschen Hunderassen. Sein Ursprung geht bis in die Römerzeit zurück. Er wurde dort als Hüte- und Reiberhund gehalten. Die hUnde zogen mit den römischen Legionären über die Alpen, beschützten die Menschen und trieben das Vieh.
der Kynologe Hans Räber weist darauf hin, dass der Rottweiler vor gut einhundert Jahren kaum von den damaligen Vorfahren des Großen Schweizer Sennenhundes zu unterscheiden gewesen wäre.
"Der Rottweiler ist für sich schon eine imposante Erscheinung, aufgrund dessen allein er aber nicht gekauft werden soll. Er ist ein kräftiger und sportlicher Hund, der schon den Anspruch an den Besitzer stellt, ihn physisch und psychisch zu fordern. Bei richtigem Handling entwickelt sich der ausgewachsene Rottweiler zu einer großen Persönlichkeit, die üben die normalen Kommunikationsmittel hinaus über eine sehr ausgeprägte Gesichtsmimik verfügt." Hendrik Bagdassarian
1915 wog der Rottweiler noch 25-30 kg bei einer Widerristhöhe von 50-60 cm. Der heutige Standard sieht ihn in der Größenordnung um 50 kg bei Rüden bei annährend gleicher Widerristhöhe. Nicht selten sehen wir in der Praxis Rottweiler-Bullen von mehr als 60 kg.
Leider fordert auch der Standard einen "kraftstrotzenden" Hund, was in mehrerer Hinsicht falsch verstanden werden kann. Gesundheitlich begünstigt dieses "kraftstrotzende" die Herausbildung von schwächen und Krankheiten im Gangwerk und Körperbau ( HD,ED, probleme in Gelenken, Bändern und Sehnen).
Das Zuchtziel des Kraftstrotzenden Hundes hat aber noch wesenlich größere Gefahren auf den Plan gerufen als mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen: Den Meschen selber.
Spätestens seit dem Verbot der so genannten Kampfhunderassen in Deutschland ist der Rottweiler zu zweifelhaften Ehren gekommen. Für ihn interessieren sich Menschen, die ihn als Waffe, Machtdemonstration oder Krücke für ihr schwaches Ego missbrauchen.
Alle Molosser zeichnen sich durch einen besonders kräftigen Körperbau, Mut und eine hohe Kampfkraft aus. Mit dieser Kampfkraft wurde den Molossern zugleich aber auch eine besondere Menschenfreundlichkeit und Kontrollierbarkeit angezüchtet.
Und so gelten heute alle Molosser - Rassen mit recht als duldsam, lammfromm und besonders familienfreundlich.
Natürlich kamm man diese Ausgewogenheit im Wesen der Molosser züchterisch beeinflussen. Undo so fördern unverantwortliche Vermehrer und Lieferanten der einschlägigen Szene vereits seit Jahren die aggressiven Seiten dieser Hunde. Die Folgen blitzen immer wieder mit Schreckensmeldungen in den Medien auf. Wenn man genauer hinschaut, so verbirgt sich regelmäßig hinter solchen Meldungen ein Hund aus diffuser Herkunft ohne adäquate Sozialisation mit nicht selten einschlägig vorbestraften Haltern ebenso zweifelhafter Seriösität.
Die Zucht eines Rottweilers gehört ausschließlich in kontrollierte, seriöse Hände, ebenso wie die Haltung dieses so wunderbaren Hundes.